Salzleckstein für Nager und Kaninchen: Gesund oder gefährlich?


Von Galaxia GmbH
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Salzleckstein für Nager und Kaninchen: Gesund oder gefährlich?

Was ist ein Salzleckstein – und wie kam er in so manches Nagergehege?

Herkunft aus der Nutztierhaltung

Ursprünglich kommen Salzlecksteine aus der sogenannten Nutztierhaltung: Rinder, Schafe, Ziegen und auch Pferde sind Vegetarier und ernähren sich von Natur aus pflanzlich. In der Tierhaltung benötigen sie Salzlecksteine, um darüber ihren Bedarf an lebenswichtigen Mineralien zu decken – vor allem, wenn sie viel schwitzen oder hohe Leistungen erbringen, wie es zum Beispiel bei Milchkühen oder Sportpferden der Fall ist.

Durch die Salzlecksteine haben Kühe, Ziegen und andere Tiere in der Landwirtschaft die Möglichkeit, ihre Mineralstoffaufnahme zu regulieren: Die Tiere merken, wenn sie einen Mangel haben – beispielsweise an Natrium oder Chlorid – und lecken an den Steinen.

Warum die Übertragung auf Kleintiere problematisch ist

Wenn du deine Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen artgerecht und naturnah ernährst, besteht im Normalfall keine Gefahr einer Mangelernährung oder Unterversorgung. In einzelnen Fällen steckt eher eine Erkrankung dahinter, die sofort tierärztlich behandelt werden sollte.

Die klassischen Salzlecksteine für Meerschweinchen und andere Nager können deinen Fellnasen sogar gefährlich werden: Sie bestehen meistens aus Kochsalz und Farbstoffen. Oft lecken deine Tiere aus purer Langeweile an den immer verfügbaren Steinen – und nehmen dadurch zu viel Natriumchlorid auf. Das belastet die Nieren deiner Tiere und kann langfristig zu ernsthaften Organschäden oder sogar zum Nierenversagen führen.

Wie Meerschweinchen und Kaninchen ihren Mineral- und Salzbedarf natürlicherweise decken

Über artgerechtes Futter kannst du die natürliche Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen am besten sicherstellen: Den höchsten Anteil sollte Frischfutter ausmachen – also beispielsweise Gräser, Wildkräuter oder auch blättriges Kohlgemüse.

Zusätzlich solltest du deinen Tieren immer viel hochwertiges Heu und frisches Trinkwasser anbieten. Darüber bekommen deine Fellnasen alle wichtigen Nährstoffe, um gesund zu bleiben.

Die Risiken von Salzlecksteinen im Überblick

  • Nierenbelastung durch Natriumchlorid: Das dauerhafte Lecken an Salzlecksteinen für Meerschweinchen und Kaninchen kann die kleinen Nieren der Tiere schädigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Nierenversagen kommen.
  • Zusammenhang mit Harnsteinen: Vor allem bei Kaninchen stehen Salzlecksteine oft in direktem Zusammenhang mit schmerzhaften Blasen- oder Nierensteinen.
  • Gefahr durch Nagen statt Lecken: Nager und Kaninchen nagen von Natur aus gerne – kaum ein Holzhaus oder eine Weidenbrücke ist vor ihren kleinen Zähnchen sicher. Deshalb machen sie auch oft bei Salzlecksteinen keinen Unterschied. Die Gefahr dahinter: Durch das Anknabbern nehmen sie noch größere Mengen Natriumchlorid auf, als durch bloßes Anlecken.

Gibt es Situationen, in denen ein Salzleckstein sinnvoll ist?

Du solltest bitte niemals auf Verdacht einen Salzleckstein in das Gehege deiner Meerschweinchen oder Kaninchen hängen. Selbst wenn deine Fellnasen daran lecken, ist das oft nur Langeweile und deutet nicht auf ein instinktives Verhalten wegen eines Mineralstoffmangels hin.

Solltest du ein auffälliges Verhalten deiner Tiere bemerken – zum Beispiel, dass sie bei ihrem Auslauf im Freigehege vermehrt an Natursteinen lecken – besprich das bitte unbedingt mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Nach einer gründlichen Untersuchung kann sie oder er mit dir besprechen, ob deine Fellnase zusätzliche Mineralien benötigt.

Salzleckstein vs. Nagerstein – was ist der Unterschied?

In Zoohandlungen findest du neben Salzlecksteinen auch sogenannte Nagersteine. Diese werben mit dem Versprechen, dass sie deine Tiere nicht nur mit Mineralien versorgen, sondern auch den natürlichen Zahnabrieb fördern sollen.

Im Unterschied zu reinen Lecksteinen sollen Nagersteine gezielt von deinen Tieren angeknabbert werden. Oft sind diese Steine auf Calciumbasis und werden mit Gemüse, Kräutern oder Getreideerzeugnissen angereichert. Genau das kann zum Problem werden: Durch die zusätzliche Kalziumzufuhr steigt das Risiko für Blasen- und Nierensteine.

Natürlicher Zahnabrieb entsteht immer durch Zahn-zu-Zahn-Kontakt. Das heißt: zum Beispiel beim Kauen von rohfaserreichem Futter wie Heu, Zweigen oder kleinen Ästen. Beim Benagen eines Steins reibt sich hingegen nur der Zahn am Stein – das ist ein anderer Verschleiß-Mechanismus und ersetzt echten Zahnabrieb nicht.

Fazit: Braucht mein Tier wirklich einen Salzleckstein?

Die Kurzfassung: In aller Regel nicht. Solltest du dir unsicher sein oder Sorge wegen eines möglichen Mineralstoffmangels haben, sprich bitte unbedingt mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt darüber und lass deine Fellnasen untersuchen.

Gib deinen Tieren bitte niemals auf Verdacht einen Salzleckstein, sondern kläre mögliche Erkrankungen oder Mangelerscheinungen immer in einer tierärztlichen Sprechstunde ab.

Deshalb findest du bei uns auch keine Nager- oder Salzlecksteine im Sortiment. Wir setzen stattdessen auf hochwertige, naturbelassene Futtermischungen und gesunde Leckereien für deine Fellnasen – ganz ohne unnötige Zusatzsteine.