Obst für Meerschweinchen und Kaninchen: Sinnvoll oder gefährlich?
Ein Apfelschnitz zwischendurch, ein paar Bananenscheiben als süßer Energiespender oder frische Erdbeeren vom Feld: Was für uns Menschen meistens gesund ist, kann unseren Fellnasen sogar schaden.
Welche Obstsorten du deinen Meerschweinchen und Kaninchen füttern darfst und was du dabei unbedingt beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Mögen Meerschweinchen und Kaninchen Obst?
Die meisten Meerschweinchen und Kaninchen lieben Obst: Der fruchtige Geruch und der süße Geschmack locken sie sofort an und laden zum Schnabulieren ein. Ob Apfel, Birne, Banane oder Beeren spielt dabei fast gar keine Rolle.
Dürfen Meerschweinchen Obst fressen?
Was für uns Menschen Süßigkeiten sind, ist Obst für deine Kaninchen und Meerschweinchen: Eine süße Leckerei, die sich allerdings negativ auf die Zahngesundheit auswirken kann.
Statt einer Zahnbürste mit Zahncreme steht deinen Lieblingen nur strukturreiches Futter zur Verfügung, um die Zähne gesund und sauber zu halten.
Einheimisches Obst als Leckerli – süße Belohnung aus der Hand
Obst sollte nur einen ganz geringen Anteil an einer gesunden Meerschweinchen-Ernährung haben. Füttere deinen Fellnasen gerne geringe Mengen frisch aus der Hand. Besonders beliebt sind Äpfel, Birnen oder Zwetschgen.
Wähle nach Möglichkeit Obst aus dem eigenen Garten oder Bioobst, um die Belastung durch Pestizide zu reduzieren.
Welches Obst dürfen Meerschweinchen und Kaninchen fressen?
Grundsätzlich gilt: Je zuckerärmer eine Obstsorte ist, desto gesünder und verträglicher ist sie für Meerschweinchen und Kaninchen.
Besonders einheimische, regionale Sorten bieten sich an, da sie keine langen Transportwege hinter sich haben und die Belastung durch Pflanzenschutzmittel geringer ausfallen kann.
Bitte wasche das Obst vor dem Füttern. Wir empfehlen außerdem, harte Kerne oder Kerngehäuse vorsichtshalber zu entfernen.
Obstliste für Meerschweinchen und Kaninchen:
- Äpfel (ohne Kerngehäuse)
- Aprikosen (ohne Kerne)
- Birne (ohne Kerngehäuse)
- Erdbeeren
- Heidelbeeren (Blaubeeren)
- Himbeeren
- Kirschen (ohne Kerne)
- Pfirsiche
- Zwetschgen
- Pflaumen
- Quitten
- Trauben
- Wassermelone
Welche Obstsorten sollten nur selten gefüttert werden?
Besonders zuckerreiche Früchte sollten hingegen nur in kleinen Mengen angeboten werden und deutlich seltener auf dem Speiseplan stehen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Bananen
- Weintrauben
- Kirschen
- Mango
- Ananas
- Honigmelone
Obst kann Zahnerkrankungen bei Meerschweinchen begünstigen
Der im Obst enthaltene Fruchtzucker kann den Zahnschmelz deiner Meerschweinchen und Kaninchen angreifen oder sich negativ auf die Verdauung auswirken. Blähungen oder Verdauungsstörungen sowie Zahnerkrankungen können bei einer übermäßigen Fütterung die Folge sein.
Achte deshalb darauf, Obst nur in kleinen Mengen zu füttern und entferne nicht gefressene Reste direkt aus dem Gehege. So stellst du außerdem sicher, dass kein Ungeziefer oder Fliegen angelockt werden.
Ausgewogene Meerschweinchen-Ernährung: Frisches Grün ist wichtig
Frisches Obst sollte nie den Hauptbestandteil einer artgerechten Kaninchen- oder Meerschweinchenernährung ausmachen, sondern immer nur in kleinen Mengen als Leckerli gefüttert werden.
Solange deine Fellnasen täglich viel frisches Grünfutter, ergänzt um einen kleinen Gemüseanteil, bekommen, steht einer kleinen Obstbeigabe nichts im Wege.
Du selbst kennst deine Tiere am besten: Wenn deine Meerschweinchen oder Kaninchen zu Zahnerkrankungen oder Verdauungsstörungen neigen, achte auf verträgliche Obstsorten und füttere diese nur zu besonderen Anlässen.
Auf diese Weise machst du deinen Lieblingen hin und wieder eine leckere Freude und bleibst trotzdem einer verantwortungsbewussten Fütterung treu.